Alex' Blog

Alex in the wild

Dieses Mal hat es mich in das zweitgrößte Land der Erde verschlagen und meine Reise beginnt mit einem 3-tägigen Aufenthalt in der Metropole Toronto. Genauer gesagt 2 Tage in der Stadt und 1 Tag an den Niagarafällen.

Toronto Downtown

Mein Quartier schlug ich in Chinatown auf, in einer ruhigen Gegend unweit von Kensington Market, was sowas wie das Hipster-Viertel von Toronto ist. Neben schönen Cafés und anderen Restaurants gibt es hier auch einige Ramen-Restaurants – Jippy!

Chinatown

Kensington Market

Nur wenige Minuten weiteren südlich der Queen St. West begann dann die eigentliche Downtown mit Wolkenkratzern soweit das Auge reicht. Und weil das noch nicht genug ist und gibt es auch noch ein riesiges Netz an unterirdischen Gängen namens The Path. Hier ist Großstadt-typisch ganz schön was los und leider gibt es hier auch recht viele Obdachlose.

Downtown Golden Building

Downtown

Noch weiter südlich, hinter dem Hauptbahnhof Union Station laden die Piers entlang der Queens Quay West zum Spazieren gehen ein. Von dort Blickt man auf die Toronto Islands und natürlich den Lake Ontario.

Was Toronto nicht hat, ist eine Altstadt. Was dem noch am nächsten kommt ist der kleine aber beschauliche Distillery District im Osten von Downtown. Einen Besuch wert ist außerdem der St. Lawrence Market, besonders wenn man etwas Hunger mitbringt, denn hier gibt es allerlei Leckereien.

Distillery District

Man kann die Innenstadt ganz gut zu Fuß erkunden, aber wenn dann doch Mal die Füße weh tun kommt man mit den Streetcars (Straßenbahn) sehr gut von A nach B. Es gibt außerdem noch eine U-Bahn, diese habe ich allerdings nicht ausprobiert.

Niagarafälle

Für meinen Tagesausflug zu den etwa 130km (bzw. nur 70km Luftlinie) entfernten Niagarafällen habe ich mich für eine organisierte Tour entschieden. Morgens von der Unterkunft abgeholt ging es mit dem Bus etwa 2 Stunden entlang des Lake Ontario zur kanadischen Seite der Wasserfälle. Vor Ort hieß es dann erstmal Schlange stehen um dann mit bestimmt 100 anderen Leuten an Bord eines der Hornblower Boats zu gelangen, welches uns direkt an bzw. gefühlt in die grandiosen Wasserfälle brachte. Spätestens bei den sogenannten Horseshoe Falls wurde dann noch der Letzte auf dem Oberdeck nass, da konnten selbst die ausgeteilten stylish-roten Regenponchos nicht mehr alles abhalten.

Niagara Falls

Niagara Falls Nass

Danach war noch genug Zeit die Umgebung zu erkunden, allerdings war die “Stadt” nicht wirklich sehenswert und erinnert mit den Spielhallen und Attraktionen eher etwas an Las Vegas. Auf der Rückfahrt wurde dann noch für eine kurze Wein-Verkostung Halt gemacht, da die Region anscheinend insbesondere für ihren Eiswein bekannt ist.

Nächster Halt: Montreal

Nach der größten geht es nun in die zweitgrößte Stadt Montreal weiter, und damit auch in den französisch-sprachigen Teil des Landes.

Also dann, Au revoir et jusqu'à la prochaine fois

Alex

Seit ich vor etwa einem Monat dem troet.cafe beigetreten bin, beschäftige ich mich immer mal wieder mit dem #Fediverse.

Und so entdeckte ich vor ein paar Tagen dann die minimalistische, föderierte Blogging-Plattform write.as bzw. dessen Open Source Variante #WriteFreely.

Also testete ich das Ganze kurzerhand auf einer kleinen DigitalOcean Instanz einmal selbst. Mit dem Getting Started-Guide war der Blog auch tatsächlich binnen weniger Minuten eingerichtet und funktionsfähig. Allerdings war die Föderation ohne eigene Domain und SSL nur eingeschränkt möglich. Also hieß es DNS anpassen, so dass travel.elkangaroo.de auf mein DigitalOcean Droplet zeigt, und warten...

Als das erledigt war, noch fix ein #LetsEncrypt Zertifikat erstellt und es konnte weiter gehen.

$ certbot certonly --standalone -d travel.elkangaroo.de

Das Einrichten von WriteFreely (im Standalone Mode) ist wirklich sehr einfach:

$ mkdir /srv/blog && curl -L https://github.com/writeas/writefreely/releases/download/v0.9.0/writefreely_0.9.0_linux_amd64.tar.gz | tar xz -C /srv/blog
$ /srv/blog/writefreely --config
$ /srv/blog/writefreely --gen-keys

Der Schritt writefreely --config konfiguriert die Instanz interaktiv. Dabei sind zwei Dinge zu beachten:

  • Beim Schritt Public URL ist es wichtig, die Domain OHNE Trailing Slash anzugeben, also in meinem Fall: https://travel.elkangaroo.de
  • Ich bin mir nicht sicher warum, aber ich musste in /srv/blog/config.ini noch manuell bind = travel.elkangaroo.de eintragen, da sonst die Föderation nicht korrekt funktionierte

Jetzt kann man entweder direkt /srv/blog/writefreely ausführen oder aber gleich das Ganze als #Systemd Service einrichten, wie im Getting Started-Guide beschrieben.

Blog-Einträge können in #Markdown verfasst werden, siehe dazu den Guide for Writers für die wichtigsten Formatierungen.

Der Föderations-Unterstützung via #ActivityPub funktioniert wunderbar, so könnt ihr z.B. über euren Mastodon Account einem WriteFreely Blog folgen und neue Einträge landen in eurer Timeline und können geteilt werden.

Bilder können leider nicht direkt über WriteFreely hochgeladen werden, ihr müsst euch also selbst darum kümmern und könnt sie dann per Markdown Syntax einbetten. Ich hoffe, dass irgendwann noch eine einfachere Lösung kommt.

Es bleibt noch zu erwähnen, dass es https://write.as/ zwar schon ein paar Jahre gibt, die Open Source Variante https://writefreely.org/ aber erst seit November 2018. Unter anderem scheinen die Clients und Apps (https://write.as/apps) noch nicht mit selber gehosteten Instanzen zu funktionieren.

Dennoch bin ich soweit ziemlich begeistert, insbesondere der minimalistische Ansatz und die Föderations-Unterstützung gefallen mir sehr.

Grüße aus Berlin, Alex